Arbeits- und Regionalgruppen der DGV

Arbeits- und Regionalgruppen bieten innerhalb der DGV ein Forum zum wissenschaftlichen Austausch über bestimmte Themen, Aspekte oder Regionen.

Die Richtlinien für Arbeits- und Regionalgruppen der DGV finden Sie hier (PDF).

Arbeitsgruppen

AG Entwicklungsethnologie

Profil

Die AG Entwicklungsethnologie ist sowohl eine DGV-Arbeitsgruppe als auch ein eigenständiger Verein (AGEE). Die AGEE wurde 1987 als Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) gegründet. Als eigenständiger rechtsfähiger Verein (e.V.) wurde sie 1991 eingetragen.

Der Verein hat zur Zeit rund 120 Mitglieder – von Studierenden über Hochschultätige, Mitarbeiter/innen von Entwicklungsorganisationen bis zum amtierenden Präsidenten des Umweltprogramms der UNO.
Eine Mitgliedschaft kostet derzeit 35 EUR für Nicht-Verdienende/Studierende und 50 EUR für Berufstätige. Im Mitgliedsbeitrag enthalten ist der Bezug der Zeitschrift für Entwicklungsethnologie.

Sprecher_in

Prof. Dr. Frank Bliss, bliss.gaesing@t-online.de

Stellvertreter_in
Prof. Dr. Christoph Antweiler, christoph.antweiler@uni-bonn.de
Stefan Neumann, info@pas-bonn.de

Link

entwicklungsethnologie.org

AG Ethik

Sprecher_in

Prof. Dr. Annette Hornbacher (Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Ethnologie), Annette.Hornbacher@eth.uni-heidelberg.de

Stellvertreter_in
Dr. Manuel Rauchholz (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Ethnologie), rauchholz@eth.uni-heidelberg.de

AG Ethnologische Bildung

Profil

Die AG Ethnologische Bildung ist eine Arbeitsgruppe innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und hat aktuell ca. 60 Mitglieder.
Sie sieht ihre Aufgabe in der fundierten und reflektierten Vermittlung von ethnologischen Kenntnissen an eine breite Öffentlichkeit. Dabei geht es um Vermittlung und Bildungsarbeit in Kindergärten, Schulen und in der Erwachsenenbildung sowie um die Verbreitung von Wissen durch Medien, Projekte, Publikationen und Museen. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Rückkopplung an die Universität, damit Studierende der Ethnologie Einblicke in mögliche Berufsfelder bekommen bzw. sich frühzeitig um Praktika, Nebenjobs und Zusatzqualifikationen bemühen können.

Sprecher_in

Dr. Anita Galuschek, galuschek@ikule.de

Stellvertreter_in
Dr. Veronika Ederer, veronika.ederer@mobile-kultur-paedagogik.de
Verena Schneeweiß, verena.schneeweiss@com-mit.org

AG Fachgeschichte (Geschichte der Ethnologie/History of Anthropology)

Profil

Die Arbeitsgruppe Fachgeschichte (Geschichte der Ethnologie/History of Anthropology) existiert seit 1993 und hat derzeit 58 Mitglieder. Ihr Ziel ist die Förderung des Austausches und die Zusammenarbeit zwischen Personen und Institutionen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die AG erforscht alle Varianten der Ethnologie (anthropology), weltweit, seit den Ursprüngen, wo und wann diese auch liegen mögen, und trägt dadurch zur theoretischen und methodischen Weiterentwicklung der Ethnologie (anthropology) bei.

Die AG Fachgeschichte (Geschichte der Ethnologie/History of Anthropology) wurde auf der DGV-Tagung in Leipzig (1993) gegründet. Erster Sprecher der AG Geschichte der Ethnologie war Hans-Jürgen Hildebrandt (1992-1993). Die Gründung wurde vorbereitet mit einem informellen Treffen auf der DGV-Tagung in Marburg (1989), organisiert von Thomas Hauschild, und einem Symposium “Geschichte der Ethnologie” auf der DGV-Tagung in München (1991), angeregt und organisiert von Han Vermeulen. Seitdem wurde die AG geleitet von Adam Jones (1993-1995), Bernhard Streck (1995-1997), Thomas Hauschild (1997-2001), Dieter Haller (2001-2007), Han Vermeulen und Udo Mischek (2007-2015).

Als Themen für die AG Fachgeschichte wurden bislang vorgeschlagen: 1. Auferarbeitung der Fragen „Wozu Fachgeschichte und wer soll sie schreiben?” (Weiterführung des Themas des Gründungstreffens in Leipzig 1993 und der Zwischentagung in Wien 2016); 2. Exilforschung und Exilliteratur; 3. Ethnologie und Kolonialismus; 4. Ethnologie im Nationalsozialismus; 5. Entwicklung der völkerkundlichen Museen; 6. Die Geschichte der völkerkundlichen Vereine, inklusive der DGV; 7. Das Verhältnis zwischen Ethnologie und Anthropologie im 18., 19. und 20. Jahrhundert. Daneben sind in der AG nach wie vor auch aktuelle Arbeiten, Projekte oder Projektentwürfe zur Geschichte der Ethnologie und Anthropologie willkommen.

Sprecher_in

Prof. Dr. Peter Schweitzer (Universität Wien), Peter.Schweitzer@univie.ac.at

Stellvertreter_in
Dr. Han F. Vermeulen (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle (Saale), vermeulen@eth.mpg.de

AG Kognitive und linguistische Anthropologie

Profil

Wie ist kulturelles Wissen mental sowie sprachlich organisiert? Wie ist es in einer Gruppe verteilt, wie wird es abgerufen und wie weitergegeben? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Sprache, Kognition und Kultur?

Mit diesen interdisziplinären Fragestellungen beschäftigt sich die kognitive Anthropologie (cognitive anthropology, anthropology of cognition) und die linguistische Anthropologie (linguistic anthropology, ethnolinguistics).

Der Forschungsgegenstand der kognitiven Anthropologie sind mentale Prozesse wie die Art und Weise des Denkens und der Wahrnehmung. Typische Aspekte sind kulturelle Schemata, cultural models, Entscheidungen, Kausalitätsvorstellungen, Emotionen, theory of mind und Personenkonzepte. In der linguistischen Anthropologie steht der Zusammenhang von Kultur und sprachlichen Formen sowie Praktiken im Fokus der Untersuchung. Typische Forschungsbereiche sind sprachliche Klassifizierung bzw. Codierung von Ethnobiologie (Taxonomien), Verwandtschaftsbeziehungen, Personenkonzepten (Höflichkeit, Deixis), Farben, Zeit, Raum, Zahlen und Gegenständen (Klassifikatoren), sowie konversationelle Verhaltensweisen, Sprachsozialisation, Sprachwandel und Sprachkontakt im kulturellen Kontext.

Beide Subdisziplinen sind oft eng miteinander verknüpft, was sich insbesondere in den Untersuchungen zu Wahrnehmung und Beschreibung von Farben, Raum, Zählweisen, usw. zeigt. Ethnologen arbeiten an dieser Schnittstelle zusammen mit Psychologen (cross-cultural psychology), Linguisten (anthropological linguistics, cognitive linguistics) sowie weiteren Disziplinen des Netzwerks der Kognitionswissenschaften (z.B. den Neurowissenschaften). Dabei kann die Ethnologie durch ihren breit gefächerten Forschungsgegenstand insbesondere bei der zentralen Fragestellung nach universellen versus kulturspezifischen Prozessen einen wertvollen Beitrag leisten. Inwieweit nimmt kultureller Kontext Einfluss auf menschliche Kognition und Sprache und resultiert in divergierenden Formen und Praktiken?

Die AG bildet ein Forum für den interdisziplinären Dialog im Bereich Kognitiver und Linguistischer Anthropologie. Dabei werden neben inhaltlichen Aspekten auch methodische Vorgehensweisen diskutiert.

Sprecher_in

Dr. Svenja Völkel (Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft), svenja.voelkel@uni-mainz.de
Prof. Dr. Christoph Antweiler (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Orient- und Asienwissenschaften),  christoph.antweiler@uni-bonn.de

 

AG Kulinarische Ethnologie

Sprecher_in

Daniel Kofahl, Kofahl@APEK-Consult.de

Stellvertreter_in
Bettina Mann (MPI für ethnolog. Forschung, Halle), mann@eth.mpg.de
Sebastian Schellhaas, sebastian@schellhaas.net

Link

https://www.facebook.com/kulinarischeEthnologie/

AG Materielle Kultur

Profil

Der Begriff „Materielle Kultur“ steht für einen spezifischen Zugang zu Kultur. In der Gründungsphase des Faches Ethnologie wurde dieser Begriff geprägt, um der vorherrschenden Sichtweise, die das Geistige in den Mittelpunkt stellte, entgegenzutreten. Obgleich Kultur niemals einfach nur „materiell“ sein kann, wird mit der Betonung auf die Dinge, Artefakte und Objekte eine eigenständige ethnologische Sicht vertreten. Materielle Kultur steht für den Blick auf den Alltag, auf die oftmals nicht bewusst reflektierten Aspekte einer Kultur und für die lebensweltlichen Verflechtungen der Männer und Frauen als Träger einer Kultur.

Nachdem in der Geschichte der Ethnologie die Dinge über lange Zeit hinweg nur eine geringe Rolle spielten, hat in den letzten Jahrzehnten die Beschäftigung mit materiellen Dingen einen Boom erlebt. Mehr und mehr werden sich Ethnologen darüber im Klaren, dass mit den Dingen ein eigener Bereich der Erkenntnis und eine spezifische Methode der Kulturbeschreibung verbunden ist. In der Arbeit der AG wird materielle Kultur in diesem neueren Sinne behandelt und ihre Themenfelder decken ein breites Spektrum ab, das von Alltagsobjekten bis zu rituellen Gegenständen reicht und gleichermaßen Konsum wie auch Kunst betrifft.

Wahrnehmungen, Umgangsweisen sowie Bedeutungen von Dingen machen einen zentralen Bereich aller Kulturen weltweit aus. Ethnografische Beobachtungen aus diesen Feldern lassen erwarten, dass aus der Beschäftigung mit materieller Kultur auch wichtige Aussagen über andere Bereiche der Kultur hervorgehen. In jeder Lebenswelt sind Dinge sind verflochten mit Politik, Religion und Wirtschaft. Materielle Kultur macht mithin neue Perspektiven auf Kulturen insgesamt möglich.

Sprecher_in

Prof. Dr. Hans Peter Hahn (Goethe Universität Frankfurt am Main), hans.hahn@em.uni-frankfurt.de

AG Medical Anthropology

Profil

Foto_MedizineDie AG Medical Anthropology wurde 1997 gegründet. Seitdem forscht und diskutiert sie aus ethnologischer Perspektive zu den Themen Gesundheit, Krankheit, Körper und Heilung in ihren sozialen und kulturellen Bezügen. Von Interesse für die Arbeit der AG sind die vielfältigen Modalitäten, die den Umgang mit diesen Bereichen individueller und kollektiver menschlicher Erfahrung prägen. Des Weiteren beleuchtet sie, wie Dynamiken der Medikalisierung und Technologisierung, sowie vielschichtige Ungleichheiten und Machtbeziehungen körperliche und mentale Befindlichkeit in einer global vernetzten Welt konstituieren. Die AG veranstaltet seit ihrer Gründung jährlich 1-2 Konferenzpanels, Workshops oder internationale Konferenzen und freut sich über die Mitarbeit von allen, die sich mit medizinethnologischen Themen beschäftigen oder dafür interessieren. Neben einer eigenen Webseite (www.medicalanthropology.de) pflegt die AG ein Blog (www.medizinethnologie.net): Neben themenspezifischen Beiträgen aus dem weiteren Spektrum der Medizinethnologie bietet dieses Forum insbesondere Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen die Möglichkeit, anhand individueller Forschungsberichte der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.

Sprecher_in

Dominik Mattes (Freie Universität Berlin), dominik.mattes@fu-berlin.de
Claudia Lang (Ludwig-Maximilians-Universität München), Claudia.Lang@ethnologie.lmu.de

Link

www.medicalanthropology.de
www.medizinethnologie.net

AG Medien(anthropologie)

Sprecher_in

Dr. Cora Bender (Universität Siegen), cora.bender@uni-siegen.de

Stellvertreter_in
Anja Dreschke, mail@anjadreschke.de

AG Migration

Profil

Die Arbeitsgemeinschaft Migration vereint Forschende, die mit sozialanthropologischen und interdisziplinären Ansätzen, Konzepten und Methoden Fragestellungen behandeln, die sich auf das breite Feld der Migration und Mobilität von Menschen und die damit einhergehenden Phänomene beziehen. Ein Ziel dieser Forschung ist es soziokulturelle Netzwerke, Orte, Identitäten, Zugehörigkeiten und Praktiken in Zusammenhang mit Migration, Mobilität und Diversität zu beleuchten und gesellschaftliche Veränderungen (lokal/global) aufzuzeigen. Oft gilt es den Forschenden ihren Gegenstandsbereich aus einer bottom-up Perspektive empirisch zu ergründen und die gelebte Erfahrung von verschiedensten „Mobillitätsformen“ wie Migration, Flucht, Transnationalismus in einem weiteren soziokulturellen Kontext zu beleuchten. Die sozialen Praktiken und Netzwerke der beteiligen Akteure in der direkten und wechselseitig angelegten Interaktion mit ihren jeweiligen Kontexten des Herkunfts-, Aufnahme- oder Residenzlandes hat sich dabei als ein zentraler Fokus der sozialanthropologischen Migrationsforschung etabliert.
Um über die Aktivitäten der AG, relevanter Themen und Angebote informiert zu bleiben, gibt es folgenden E-Mail-Verteiler: migration-anthro.anthro@lists.unibe.ch

Sprecher_in

Dr. Monika Palmberger (Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien), monika.palmberger@univie.ac.at

Stellvertreter_in
Dr. Annika Lems (Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern), annika.lems@anthro.unibe.ch
Dr. Frank Weigelt (Institut für Ethnologie, Universität Hamburg), frank.weigelt@uni-hamburg.de

E-Mail-Verteiler

migration-anthro.anthro@lists.unibe.ch

AG Museum

Profil

Die AG Museum vertritt das Themenfeld Museen, Sammlungen und Ausstellungen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Sie bietet ein Forum für alle, die sich mit museumsethnologischen Fragen sowie mit Ausstellungskonzeptionen, Ding- und Sammlungsforschung, Kunstethnologie und verwandten Themen und Inhalten theoretisch und praktisch auseinandersetzen. Die AG vernetzt Museums- und Universitätsethnologie und dient als Plattform für Diskussionen über aktuelle Entwicklungen in der ethnologischen Museumslandschaft sowie in den Museum & Material Culture Studies. Sie greift laufende kultur- und museumspolitische Debatten auf und lädt daher auch Interessierte aus anderen Disziplinen zur Teilnahme an ihren Aktivitäten ein.
Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Jahrestagung der DGV ist die AG Museum mit einem eigenen Panel vertreten – außerhalb der DGV-Tagungen organisiert sie regelmäßige Zwischentagungen. Beide Formate stehen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern gleichermaßen offen. Auch die Mitgliedertreffen finden auf den Tagungen statt.
Die Mitgliedschaft in der AG Museum ist kostenfrei. An (ethnologischen) Museumsfragen Interessierte können sich in den stetig wachsenden Verteiler aufnehmen lassen. Eine formlose Mail an die Sprecherinnen mit der Bitte um Aufnahme in die AG oder in den Verteiler genügt. Inhaltliche Anregungen für bevorstehende Tagungen und Treffen werden ebenfalls gerne entgegengenommen.

Sprecher_in

Dr. Larissa Förster (Universität Köln), larissa.foerster@uni-koeln.de
Dr. Iris Edenheiser (Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Abt. ‚Weltkulturen‘), iris.edenheiser@mannheim.de

Link

ag-museum.de

AG Psychologische Anthropologie

Profil

Die Psychologische Anthropologie spielte bereits in den Anfängen unseres Faches eine bedeutsame Rolle. Arbeiten aus der deutschen „Völkerpsychologie“ ebenso wie aus der amerikanischen Culture and Personality School gaben wichtige methodische, theoretische und transdisziplinäre Impulse, um den Menschen in seiner soziokulturell geprägten Umgebung, seiner Entwicklung über die Lebensspanne sowie in seiner emotional-affektiven, kognitiven und leiblichen Verfasstheit besser zu verstehen. Im 21. Jahrhundert haben sich die Themenfelder ebenso wie die konzeptuellen und methodischen Ansätze der Psychologischen Anthropologie deutlich weiterentwickelt und liefern mit ihren Befunden wichtige Impulse vor allem im Kontext von zunehmend vernetzten Welten und (trans-)gesellschaftlichen Normierungen menschlicher Subjektivitäten.

Die Psychologische Anthropologie geht davon aus, dass psychologisches Wissen nicht universell anwendbar ist. Sie fragt nach den historisch und kulturell spezifischen Vorstellungen von Selbst-, Person- und Menschsein, anstatt die „Psyche“ als Gegenstand vorauszusetzen. Diese relativistische Sichtweise steht tendenziell in Konflikt mit der als universell beanspruchten Ansicht der meisten Fachbereiche der Psychologie, nach der jeder Mensch einem universellen psychologischen Grundmuster unterworfen ist Die Psychologische Anthropologie reflektiert diese Spannung kritisch in ihrer Auseinandersetzung mit benachbarten Disziplinen, wie z.B. der Kulturpsychologie, der Transkulturellen Psychiatrie, der Neuroanthropologie, Entwicklungspsychologie, Emotionssoziologie oder Philosophie. Die Debatte zwischen der Universalität und Partikularität menschlicher Erfahrung und menschlichen Erlebens spielt beispielsweise auch in der Anthropologie der Emotionen seit jeher eine große Rolle. Es geht dabei um die Frage, ob und inwieweit Emotionen nicht nur biologische oder neuronale Phänomene sind, sondern durch kulturelle und soziale Faktoren modelliert werden.

Die zeitgenössische Psychologische Anthropologie untersucht die Interrelationen zwischen menschlichem Bewusstsein, Prozessen der Erinnerung und emotional-affektiven Prägungen, die sich aus dem Zusammenspiel kultureller, gesellschaftlicher und historischer Faktoren ergeben. Sie hat damit auch das Potential, globale und lokale Ungleichheitsstrukturen und Gewaltverhältnisse in den Blick zu nehmen.

Die AG setzt sich zum Ziel, ein Forum für rezente psychologisch-anthropologische Forschungen und die damit in Zusammenhang stehenden theoretisch geführten ebenso wie empirisch gefüllten Debatten zu etablieren.

Sprecher_in

Dr. Anita Poser (FU Berlin), anitaposer@zedat.fu-berlin.de

Stellvertreter_in
Dr. Thomas Stodulka (FU Berlin), thomas.stodulka@fu-berlin.de

AG Umweltethnologie

Profil

AG UmweltFragen nach der gegenseitigen Konstitution von Mensch und Umwelt sind seit den Anfängen der Ethnologie zentrale Bestandteile des Faches. Angesichts rapider ökologischer und sozialer Veränderungen gewinnen Mensch-Umweltbeziehungen heute wieder verstärkt an Bedeutung. Anthropogener Klimawandel, Artensterben, Umweltverschmutzung und die Zerstörung von Lebensraum sind Realitäten im Leben vieler Menschen, die von der Umweltethnologie in einem interdisziplinären Feld untersucht werden.

Umweltethnolog*innen fragen nach den politisch-ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen der globalen Umweltprobleme unserer Zeit. Sie untersuchen die ungleichen Auswirkungen weltweiter Veränderungen und ihre unterschiedlichen Lösungsansätze (Nationalparks, Rewilding, REDD+, Degrowth, etc.). Themen wie Ressourcenkonflikte, Vertreibungen und andere Verbindungen von ökologischem Wandel und Ungleichheit, Armut, Gender, Ethnizität und Staatsbürgerschaft sind wichtige Bestandteile des wachsenden Fachbereiches.

Die Umweltethnologie integriert Impulse aus der Technik- und Wissenschaftsforschung, um einerseits die Produktion von Wissen über Umweltveränderung zu begreifen und andererseits neue Entwicklungen in den life sciences (z.B. Gaia, Symbiogenese) auch kulturtheoretisch zu rezipieren. Ansätze in der Erforschung von indigenen Kosmologien fordern uns zudem heraus, nicht-westliche Beiträge zu einer neuen Ontologie jenseits von Naturalismus und Dichotomien wie Natur/Kultur, Mensch/Nicht-Mensch oder Subjekt/Objekt zu inkorporieren. In der multispecies oder more-than-human ethnography wird dieses ethnographische Projekt über den Menschen hinaus erweitert.

Die AG Umweltethnologie wurde während der DGV Tagung 2015 in Marburg gegründet und bietet Raum zum Austausch über verschiedene Ansätze der Mensch-Umwelt-Forschung. Darüber hinaus dient die AG als Forum, um ethnologische Perspektiven und Herangehensweisen in aktuelle gesellschaftliche Debatten um Umweltveränderungen und die Herausforderungen, die mit ihnen einhergehen, einzubringen.

Ein Auftaktworkshop fand am 26. und 27. September 2016 am Rachel Carson Center for Environment and Society der LMU München statt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Sprecher_in

Ursula Münster (Rachel Carson Center for Environment and Society and LMU Munich), ursula.muenster@rcc.lmu.de
Rebecca Hofmann (LMU Munich and PH Freiburg), rebecca.hofmann@ethnologie.lmu.de
Carsten Wergin (University of Heidelberg and University of New South Wales, Sydney), wergin@uni-heidelberg.de

AG Visuelle Anthropologie

Profil

Die Arbeitsgruppe Visuelle Anthropologie existiert seit 1987 und hat derzeit 150 Mitglieder. Vor dem Hintergrund einer Entwicklung, in der (Bewegt-)Bilder in der medialen Öffentlichkeit allgegenwärtig und vermeintlich unproblematisch geworden sind, versucht die AG das Bewusstsein für den Konstruktions- (anstelle: Abbild-) Charakter von Bildern zu stärken und das Visuelle neben dem Textuellen als wissenschaftlich relevante Wissensform zu etablieren. Dementsprechend

ag-visuelle

  • fördert sie den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen am Visuellen
  • interessierten Personen und Institutionen
  • setzt sie sich für den Einsatz audiovisueller Medien in Forschung und Lehre ein
  • initiiert bzw. organisiert Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen der Visuellen Anthropologie, beispielsweise im Rahmen der DGV-Tagungen oder in Zusammenarbeit mit dem German International Ethnographic Film Festival (GIEFF)

Sprecher_in

Prof. Dr. Andreas Ackermann (Universität Koblenz-Landau, Institut für Kulturwissenschaft), aackermann@uni-koblenz.de

Stellvertreter_in
Melanie Hackenfort (Universität Koblenz-Landau, Institut für Kulturwissenschaft), hackenfort@uni-koblenz.de

AG Wirtschaftethnologie

Profil

Die rezenten Wirtschaftskrisen und die wirtschaftlichen Entwicklungen außerhalb der Industrieländer zeigen, wie sehr Wirtschaft und Gesellschaft verwoben sind. Das Verständnis für die Einbettung wirtschaftlichen Handels in andere Teilbereiche von Gesellschaft, aber auch für die Eigendynamiken von Wirtschaft, die diesen Bereich interkulturell vergleichbar machen, innerhalb und außerhalb unseres Faches zu fördern, ist ein wichtiges Ziel der AG.

Sprecher_in

Geraldine Schmitz (Goethe-Universität Frankfurt am Main), g.schmitz@em.uni-frankfurt.de

Stellvertreter_in
Georg Materna (Universität Bayreuth)
Mario Schmidt (Universität zu Köln)

Regionalgruppen

Regionalgruppe Afrika

Profil

Die RG besteht seit 2003. Sie stellt einen losen Verbund afrikawissenschaftlich arbeitender Ethnolog_Innen bzw. Sozial- und Kulturanthropolog_Innen dar, die vorwiegend empirisch zu aktuellen Themen des Faches forschen und publizieren.
Momentan hat die RG 30 Mitglieder. Die RG Afrika ist regelmäßig mit eigenen Workshops an den DGV-Tagungen beteiligt. Dabei werden vorwiegend Themen diskutiert, die auch über den regionalwissenschaftlichen Bezug hinaus für alle Fachkolleg_Innen relevant sind. Zuletzt wurden folgende Workshops organisiert: Crisis of citizenship and migration? African mobilities in a globalized world (2015); Religiöse UnternehmerInnen in Afrika (2013), Mediators and Brokers in Africa (2011), Indigeneity. Career and Appropriation(s) of a Global Category (2009).

Sprecher_in

PD Dr. habil. Tilo Grätz (reie Universität Berlin, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie), tilo.graetz@fu-berlin.de

Stellvertreter_in
Prof. Dr. Michaela Pelican (Universität zu Köln, Institut für Ethnologie), mpelican@uni-koeln.de

Link

https://rgafrika.wordpress.com/

Regionalgruppe Afroamerika

Profil

„Afroamerika“ ist keine Region im geographischen Sinn, sondern bezieht sich auf die vielfältigen Verbindungslinien vornehmlich innerhalb der atlantischen Welt, die ihren Ausgangspunkt in der Versklavung und Verschleppung von Millionen von Afrikaner/innen in die Amerikas haben.
Unter den Bedingungen von Sklaverei und Kolonialherrschaft haben sich auf afrikanischen Ursprüngen basierende soziale, religiöse, kulturelle, linguistische und kulinarische Praktiken entwickelt und zu eigenständigen „afroamerikanischen“ oder auch „afroatlantischen“ Traditionen herausgebildet. Diese sind heute in allen Regionen der Amerikas von Bedeutung – nicht nur für afroamerikanische Bevölkerungsgruppen, sondern über ethnische, religiöse und soziale Grenzen hinaus.
Die Afroamerika-Forschung untersucht historische und gegenwärtige Transformationen in afroamerikanischen Traditionen sowie auch soziale, rechtliche und politische Kämpfe von Afrodescendientes um Anerkennung und Überwindung von Mehrfachungleichheiten.
Sie fragt nach der Bedeutung, Aneignung und Konstruktion von „Afrika“ im Rahmen von Alltagspraktiken, Religionen, künstlerischen und Wissensproduktionen, Identitätspolitiken und sozialen Bewegungen und untersucht die wechselseitigen Interaktionen von Akteur/innen, Praktiken und Ideen zwischen den Amerikas, Afrika und Europa unter einer Perspektive transatlantischer Verflechtungen.

Die RG wurde 1997 von Bettina E. Schmidt (damals Uni Marburg) und Lioba Rossbach de Olmos (Uni Marburg) gegründet. 2005 übernahm Heike Drotbohm (damals Uni Freiburg) die Leitung und war mit einem kurzen Interim durch Ingrid Kummels (2009-2011, FU Berlin) bis 2015 Sprecherin. Seit 2015 wird die RG von Claudia Rauhut (FU Berlin) und Moritz Heck (Uni Köln) geleitet. Seit 1999 ist sie konstant auf allen DGV-Tagungen, auf den Treffen deutschsprachiger Südamerika- und Karibikforscher/innen sowie gelegentlich innerhalb der European Association of Social Anthropologists mit eigenen Workshops vertreten und steht mit ihren Mitgliedern aktiv über eine Email-Liste sowie über verschiedene Netzwerke in Verbindung.
Publiziert hat die RG Afroamerika vier Tagungsbände bei Curupira sowie das Themenheft „Afroatlantische Allianzen“ in der Zeitschrift für Ethnologie (Vol. 136 (2011), Heft 2).

Sprecher_in

Dr. Claudia Rauhut (Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin), rauhut@zedat.fu-berlin.de
Moritz Heck (Institut für Ethnologie/ a.r.t.e.s. Graduate School, Universität zu Köln), moritz.heck@smail.uni-koeln.de

Regionalgruppe China

Profil

RG_ChinaUnter China verstehen wir Greater China, also eine Region die über die VR China und Taiwan hinausgeht und die Ausmaße eines Kontinents hat. Darüber hinaus beinhaltet „China“ auch die Chinesische Diaspora. In den letzten Jahren ist die Zahl der deutschsprachigen bzw. in deutschsprachigen Ländern ansässigen Ethnolog*innen, die sich mit dem Großraum China befassen, stark angewachsen. Die RG China repräsentiert dieses regionale Interesse in der deutschsprachigen Ethnologie, und bietet eine Anlaufstelle für Studierende, Forschende und weitere Interessierte. Thematische Schwerpunkte bilden u.a. der moralische Wandel, ethnische Minderheiten in der Volksrepublik, Familie und Verwandtschaft, die Gegensätze von Stadt und Land, ökologische Fragen, Landwirtschaft und die chinesische Diaspora. Die RG China besteht seit Herbst 2015.

Sprecher_in

Verena Zimmermann (Institut für Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität, Xinan Universität Chongqing), Verena.Zimmermann@ethnologie.lmu.de

Stellvertreter_in
Madlen Kobi (Völkerkunde Museum, Universität Zürich), kobi@vmz.uzh.ch
Hans Steinmüller (Department of Anthropology, London School of Economics), j.steinmuller@lse.ac.uk

Regionalgruppe Europa

Profil

Die RG Europa ging aus der früheren AG Sozialanthropologie Europas hervor. Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2009 in Frankfurt a. M. wurde sie umbenannt. Derzeit hat sie ca. 50 Mitglieder.

„Europa“ wird in der RG nicht als geographische Eingrenzung verstanden. Historisch-wirtschaftliche Verflechtungen mit anderen Weltregionen und die vielfältigen Symbolpolitiken rund um „Europa“ als Idee und Diskurs in zeitlicher Perspektive finden Platz in der Arbeit der RG.

Vergangene Aktivitäten:
DGV-Tagung 2007: Workshop Minderheiten und ihre Bedeutung für die Ethnologie Europas
DGV-Tagung 2009: Workshop Ehre und Schande
DGV-Tagung 2011: Workshop Wildes Europa
DGV-Tagung 2013: Workshop Grenzen und Grenzüberschreitungen
DGV-Tagung 2015: Socio‐economic and moral blueprints on the rise: Euro-Mediterranean comparisons

Bei näherem Interesse an der Arbeit der Regionalgruppe wenden Sie sich bitte direkt an die Sprecherinnen.

Sprecher_in

Andreas Streinzer (Universität Wien), andreas.streinzer@univie.ac.at

Stellvertreter_in
Dr. Jelena Tošić (Universität Wien/Universität Bern), jelena.tosic@univie.ac.at

Regionalgruppe Himalayaraum

Profil

Die Regionalgruppe Himalayaraum ist ein Forum für Himalaya-Forschung innerhalb der deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Gegründet wurde die Gruppe mit einem Fokus auf Nepal. Diese Ausrichtung wurde mit der Zeit erweitert und die Gruppe richtet sich an EthnologInnen und fachverwandte WissenschaftlerInnen die zur gesamten Himalaya-Region, d.h. Bhutan, Nepal sowie Regionen Chinas (inklusive Tibet), Indiens und Pakistans, arbeiten.

Sprecher_in

Dr. Karin Polit (Universität Heidelberg, Institut für Ethnologie), kpolit@sai.uni-heidelberg.de

Regionalgruppe Indigenes Nordamerika

Profil

Regionalgruppe Indigenes NordamerikaDie Regionalgruppe “Indigenes Nordamerika” befasst sich mit den Themen rund um die Native Americans und First Nations auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Bevor sich die Gruppe im Jahr 2007 als Regionalgruppe an die DGV angebunden hatte, gab es einen informellen Verbund von an nordamerikanischen indigenen Kulturen interessierten Personen. 2007 war die Gruppe dann als Regionalgruppe bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde e.V. (DGV) in Halle vertreten.
Nordamerika-Forschung umfasst eine große Themenvielfalt und viele Regionen von Nordmexiko bis zum Polarkreis. Im Fokus stehen die Gemeinschaften und Nations, die meist unter den Sammelbezeichnungen „Indianer“, „Eskimo“ oder „Inuit“ in der klassischen Literatur zu finden sind. Heute werden historische und rezente Forschungsgebiete wie Linguistik, Christianisierung, Migration, indigene Bildungsinstitutionen, Cultural Defense, indigene Kunst und Künstler, Materielle Kultur oder Kulinarische Ethnologie oft in Beziehung zu Fragen der Selbstbestimmung, Identität, Minderheitenrechte oder indigener Religion gesetzt und spielen damit auch für die ethnologische Theorienbildung eine zunehmende Relevanz – vor allem im Hinblick auf Repatriierungsdebatten und die Frage nach dem Besitz von indigenem materiellem und immateriellem Kulturerbe.
In der Forschung ist eine globale Netzwerkbildung mit indigenen und nicht-indigenen Institutionen und Wissenschaftlern zu beobachten, der sich auch die Regionalgruppe nicht verschließen möchte. Wissenschaftler und Interessierte, die zu dem breiten Themenspektrum und der aktuellen Debatte um indigene Selbstbestimmung vor allem im angloamerikanischen Sprachraum forschen (auch überregional) möchten wir motivieren, sich mit uns dem globalen Diskurs anzuschließen.

Sprecher_in

Dr. Susanne Jauernig (Goethe Universität Frankfurt, Institut für Ethnologie), Su.Jauernig@em.uni-frankfurt.de
Dr. Henry Kammler (Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Ethnologie), henry.kammler@ethnologie.lmu.de
Dr. Markus Lindner (Goethe Universität Frankfurt, Institut für Ethnologie), m.lindner@em.uni-frankfurt.de

Regionalgruppe Mesoamerika

Profil

Die 2011 begründete Regionalgruppe beschäftigt sich mit Vergangenheit und Gegenwart des Kulturraumes Mesoamerika. Der 1943 von Paul Kirchhoff geprägte Begriff bezeichnet die Region des heutigen Mexiko und der mittelamerikanischen Staaten Guatemala, Belize, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica, die kulturelle Gemeinsamkeiten in der archäologisch-historischen Entwicklung wie auch gemeinsame Sprachfamilien aufweisen. Wie schon Kirchhoff bemerkte, kann es aufgrund der historischen kulturellen Dynamiken keine festen Grenzen für das Konzept Mesoamerika geben. Dies gilt umso stärker für die Gegenwart, in der die Arbeitsmarkt-orientierte Mobilität Menschen nach Nordamerika, Europa und weiter drängt und in den Aufnahmeländern u.a. zu Diaspora-Kulturen mit engen Verbindungen zu den Heimatländern führt.
Die einzelnen Forschungsfelder der Gruppenmitglieder tragen dieser vielfältigen Dynamik in Raum und Zeit Rechnung. Das Interesse am gemeinsamen Forschungsraum führt zudem unterschiedliche disziplinäre Zugänge wie Archäologie, Epigraphik, Ethnohistorie, Ethnographie, Sozial- und Kulturanthropologie, Linguistik u.a. mehr zusammen.

Die Regionalgruppe setzt sich aus Studierenden, Postgraduierten, Lehrenden und Interessierten zusammen, die an Universitäten, Museen, Forschungseinrichtungen sowie in der Weiterbildung, Forschungsförderung und in der internationalen Zusammenarbeit tätig sind. Im Rahmen der jährlichen Mitgliedertreffen und wissenschaftlichen Foren (Workshops und Konferenzen) werden aktuelle Forschungsprojekte diskutiert und der informelle Austausch gepflegt.

Unter dem Dach der DGV strebt die RG insbesondere danach, die regionale Forschungsperspektive in aktuelle ethnologische Diskussionen einzubringen. Weitere Ziele bestehen darin, den Austausch mit Museen und anderen Forschungseinrichtungen zu stärken sowie den Nachwuchs innerhalb der DGV zu fördern.

Falls Sie sich für die RG interessieren und über die laufenden Aktivitäten informiert werden möchten, wenden Sie sich bitte an die Sprecherinnen.

Sprecher_in

Dr. Antje Gunsenheimer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Archäologie und Kulturanthropologie), antje.gunsenheimer@uni-bonn.de
Prof. Dr. Eveline Dürr (Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Ethnologie), Eveline.Duerr@ethnologie.lmu.de

Regionalgruppe Mittelmeerraum

Sprecher_in

Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger (Universität zu Köln, a.r.t.e.s Graduate School for the Humanities), Martin.Zillinger@uni-koeln.de

Stellvertreter_in
Prof. Dr. Michaela Schäuble (Universität Bern), michaela.schaeuble@anthro.unibe.ch

Regionalgruppe Naher und Mittlerer Osten und Nordafrika

Profil

Die Regionalgruppe Naher und Mittlerer Osten und Nordafrika wurde auf der DGV-Tagung in Mainz im Oktober 2013 gegründet. Sie hat inzwischen bereits 30 deutsch- und englischsprachige Mitglieder.

Ziel ist es, an der Region interessierte Ethnologen und Ethnologinnen, aber auch Vertreter/innen anderer Disziplinen im deutschsprachigen Raum miteinander zu vernetzen. Die Regionalgruppe soll den Überblick über die aktuelle ethnologische Forschung zum Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika erleichtern (wer ist im deutschsprachigen Raum gegenwärtig auf diesem Gebiet tätig, welche Forschungen und Projekte werden zur Zeit durchgeführt usw.).

Die Durchführung von Fachtagungen und Workshops soll den Austausch über aktuelle Fragen der Nahostethnologie und die Anbindung an internationale Netzwerke fördern. Ein weiteres Ziel ist, durch verbesserte Vernetzung und Präsenz der mangelnden institutionellen Verankerung der Nah- und Mittelostethnologie in Deutschland entgegenzutreten.

Sprecher_in

Prof. Dr. Laila Prager (Universität Hamburg), laila.prager@uni-hamburg.de
Dr. Katharina Lange (Zentrum Moderner Orient Berlin), langekatharina@web.de

Regionalgruppe Ozeanien

Profil

Die RG Ozeanien ist das Forum der Ozeanistik im deutschsprachigen Raum und sowohl für EthnologInnen als auch für ethnologisch Interessierte anderer Disziplinen, die sich mit Ozeanien beschäftigen, offen. Unser Ziel ist dabei insbesondere die Förderung des Austauschs über Forschungen, Projekte, Ausstellungen und über aktuelle Fragestellungen und Themenfelder, die den pazifischen Raum betreffen. Die Regionalgruppe möchte auch einen Überblick über die laufenden Forschungen und Aktivitäten von Ozeanisten im deutschsprachigen Raum ermöglichen, sowie deren internationale Vernetzung deutlich machen und fördern.

Die Regionalgruppe hat derzeit 99 Mitglieder (Stand 2016). Neue Mitglieder sind herzlich willkommen (per email die Sprecher kontaktieren).

 

Sprecher_in

Dr. Arno Pascht (Universität zu Köln), apascht@uni-koeln.de

Stellvertreter_in
Dr. Almut Schneider (Goethe Universität Frankfurt), almut.schneider@uni-muenster.de
Dr. Dominik Schieder (LSE London und Goethe Universität Frankfurt), dominik.schieder@uni-siegen.de

Regionalgruppe Südamerika

Profil

Die Regionalgruppe (RG) Südamerika der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) wurde im Jahr 2007 neu gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss aus Ethnolog/-innen mit Südamerika-Interesse und besteht zur Zeit aus 57 Personen. 33 Personen sind auch Mitglied der DGV.
Die RG vereint Fachwissenschaftler/-innen, die den regionalen Fokus Südamerika teilen, darüber hinaus aber die thematische Bandbreite abdecken, die für die Ethnologie kennzeichnend ist. Hierzu zählen Forschungsschwerpunkte wie bspw. indigene Gesellschaften des Amazonas- und des Andenraums, Frauen- und Geschlechterforschung, Identitätspolitik, Indigene Modernitäten, Konfliktanthropologie, Materielle Kultur, Medienethnologie, Migration und Mobilität, Mythen und Rituale, Politische Anthropologie, Transkulturationsprozesse, Transnationalismus, Umweltanthropologie bzw. Anthropologie der Natur, Urbane Anthropologie, Visuelle Anthropologie und vieles mehr.

Ziel der RG Südamerika ist es den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Ethnolog/-innen und Personen sowie Institutionen mit Südamerika-Interesse zu fördern. Sie organisiert und unterstützt Veranstaltungen und Konferenzen zu verschiedenen Themenbereichen mit Südamerika-Schwerpunkt, wie bspw. die regelmäßig stattfindenden „Treffen deutschsprachiger Südamerika-, Mesoamerika- und Karibikforscher/-innen“. Darüber hinaus konzentrieren sich die Aktivitäten auf den internen Informationsaustausch und die Vernetzung der Mitglieder der RG.

Wenn Sie Mitglied der Regionalgruppe werden möchten, kontaktieren Sie bitte einfach einen der beiden Sprecher. Sie können auch Mitglied der Regionalgruppe Südamerika werden ohne Mitglied der DGV zu sein.

Sprecher_in

Dr. Michael Kraus (Georg-August-Universität Göttingen), mkraus@sowi.uni-goettingen.de
Philipp Naucke (Philipps-Universität Marburg), philipp.naucke@staff.uni-marburg.de

Regionalgruppe Südasien

Profil

RG SüdasienDie Regionalgruppe Südasien der DGV vereint Studierende und etablierte Forscher, die zu den vielfältigen Kulturen, Geschichten, Sprachen, Ökonomien und Medien Südasiens arbeiten. Die Region umfasst die heutigen Länder Indien, Pakistan, Tibet, Nepal, Bangladesh und Sri Lanka, sowie global deren Diasporas. Südasien beherbergt heute mehr als eine Milliarde Menschen und weist eine große kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt auf. Die Ethnologie Südasiens gewinnt besonders in den letzten Dekaden zunehmend an Bedeutung, während der sich die Region sich zu einer globalen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Macht gewandelt hat. Ethnologische Südasienforschung hat auch theoretische Debatten des Faches geprägt, darunter Theorien zu Kaste, Verwandtschaft, Gender, Religion, Armut, Arbeit, Agrarwandel, materieller Kultur, Nationalismus, ethnischen Konflikten sowie zentrale ethnologische Debatten über Globalisierung, Neoliberalismus, Postkolonialismus und Transkulturalität.

Die RG Südasien steht Forscherinnen und Forschern aller Disziplinen mit einem Fokus auf die ethnologische Geschichte und Ethnographie Südasiens und seiner Diasporas offen. Sie ist ein loses Netzwerk von Forscherinnen und Forschern, über das Informationen und neue Forschung ausgetauscht werden können. Die RG Südasien ist auf Tagungen der DGV regelmäßig mit einem eigenen Workshop vertreten. Wer dem Netzwerk beitreten möchte, möge bitte die Sprecher kontaktieren.

Sprecher_in

Ulrich Oberdiek (Universität Heidelberg, Institut für Ethnologie), Ulrich.Oberdiek@t-online.de

Stellvertreter_in
Daniel Münster (Universität Heidelberg, Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“), daniel.muenster@asia-europe.uni-heidelberg.de

Regionalgruppe Südostasien

Profil

RG SüdostasienDie Regionalgruppe Südostasien dient dem Austausch von Informationen zu aktuellen Forschungen und Veranstaltungen zu Südostasien in der Ethnologie. Des Weiteren möchten wir mit unseren Aktivitäten die Öffentlichkeit auf Themenfelder und Problembereiche die Südostasien betreffen aufmerksam machen. Gemeinsame Forschungsnetzwerke, Projekte und Panels beschäftigten sich mit Fragen von Religion, Ritual und Umwelt.

Sprecher_in

Dr. Kristina Großmann (Universität Passau), kristina.grossmann@uni-passau.de
Dr. Michaela Haug (Universität Köln), m.haug@uni-koeln.de
Dr. Katharina Schneider (Universität Heidelberg), katharina.schneider@eth.uni-heidelberg.de

Regionalgruppe Zirkumpolargebiete und Sibirien

Profil

Foto_Verena-Traeger-Nordgrönland-Mai-2000Die Regionalgruppe (RG) Zirkumpolargebiete und Sibirien hat sich 2009 neu gegründet und ist mittlerweile auf über 40 Mitglieder aus unterschiedlichen Ländern angewachsen; darunter vor allem EthnologInnen, Kultur- und SozialanthropologInnen, welche in der DGV ihre Berufsvertretung sehen. Darüber hinaus sind zahlreiche ExpertInnen in der RG aktiv, die aus dem Kulturbereich, dem Verlagswesen, der Medienarbeit, dem Museumswesen und der NGO-Arbeit kommen. Dies ermöglicht eine Mischung von Kompetenzen bei der Umsetzung aktueller Vorhaben.

Das Ziel der RG ist die Stärkung der Position von Zirkumpolar- und Sibirienforschung sowie ihrer aktuellen Themen nicht nur innerhalb der DGV, sondern in der akademischen Landschaft im deutschsprachigen Raum sowie darüber hinaus auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies beinhaltet ebenso den internationalen Austausch wie auch die interne Vernetzung der RG Mitglieder und die Aufnahme neuer Mitglieder.

Sprecher_in

Dr. Gertrude Saxinger (Universität Wien)

Stellvertreter_in
Prof. Otto Habeck (Universität Hamburg)
Dr. Verena Traeger (Universität Wien)
Dr. Tobias Holzlehner (Universität Halle/Saale)

Link

http://dgv-zirkumpolar-sibirien.jimdo.com